Braindance oder Warum Schimpansen nicht steppen können: Die by Dean Falk, G. Bosch

By Dean Falk, G. Bosch

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Evolution in Action: Case studies in Adaptive Radiation, Speciation and the Origin of Biodiversity

We now have come some distance in the direction of greater knowing how new species originate, i. e. speciation, which lengthy remained Darwin’s “mystery of mysteries. ” considering the fact that speciation is the underlying mechanism for radiations, it's the final causation for the organic variety of lifestyles that surrounds us. for sure, Charles Darwin’s contribution to our knowing of the beginning of biodiversity can't be over priced.

Cosmochemical Evolution and the Origins of Life: Proceedings of the Fourth International Conference on the Origin of Life and the First Meeting of the International Society for the Study of the Origin of Life Barcelona, June 25–28, 1973 Volume I: Invited

This book, in volumes, comprises lots of the medical papers offered on the first assembly of the overseas Society for the research of the beginning of existence (ISSOL), hung on June 25-28, 1973 in Barcelona, Spain. the 1st quantity comprises the invited articles and the second one quantity the contributed papers, which additionally seem within the 1974 and 1975 concerns, respectively, of the recent magazine Origins of lifestyles, released by means of D.

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Das Hauptproblem bestand wohl darin, daß die Messungen des Sulcus lunatus an den Hirnausgüssen der südafrikanischen Hominiden schlichtweg nicht eindeutig reproduziert werden können. Wäre der Sulcus lunatus bei Taung oder anderen Endokranialausgüssen klar zu erkennen gewesen, so hätte dies als guter Indikator gedient, in welchem Umfang das Gehirn der frühen Hominiden bereits menschliche Züge entwickelt hätte. Eine mehr im vorderen Bereich liegende Rinne hätte demnach auf ein eher «äffisches» Gehirn hingedeutet, während es andererseits durch einen weiter hinten liegenden Sulcus «menschlicher» gewesen wäre.

Es handelte sich wirklich um ein wunderschönes Exemplar und stammte von einem zwei Wochen alten Baby, das jedoch nicht an einem Hirnschaden oder anderen neurologischen Ursachen gestorben war. Wie es der glückliche Zufall wollte, betrug sein Volumen 432 cm3; es war also beinahe so groß wie der Endokranialausguß von Taung (404 cm3 ), so daß man mit bloßem Auge nicht erkennen konnte, welches Gehirn von beiden das größere war. Da sich die einzelnen Sulci beim Menschen bereits bei Geburt an ihrer endgültigen Stelle befinden, hatten wir hier tatsächlich ein ideales Vergleichsobjekt für den Taung-Endocast.

Als ich zum ersten Mal die Red Cave betrat, galten Australopithecinen in Bezug auf den Bau ihrer Gliedmaßen, ihres Gebisses und Beckengürtels als menschenähnlich, und diese Interpretation dehnte sich auch auf das Gehirnwindungsmuster aus. Außerdem glaubten viele Forscher, daß die Australopithecinen ebensogut auf zwei Beinen gehen konnten wie heutige Menschen. Wie bei dem Märchen von des Kaisers neuen Kleidern hatte auch dies nur den Anschein, denn seit 1985 häufen sich immer mehr Beweise, die den Australopithecinen eine weitaus menschenaffenähnlichere Natur zuschreiben, als bislang angenommen wurde.

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