Biographien gestalten durch lebenslange Lernprozesse: by Patricia Heufers

By Patricia Heufers

Moderne Biographien sind vielfach von Offenheit und Multioptionalität geprägt. Individuen sind daher gefordert, ihre Biographien selbstständig zu gestalten und dabei ihre eigenen Präferenzen mit den sozialen Kontexten in Einklang zu bringen. Anhand von 18 biographisch-narrativen Interviews untersucht Patricia Heufers, woran sich Individuen bei der individuellen beruflichen Biographiegestaltung orientieren. Sie rekonstruiert vier Typen beruflicher Orientierung, die im Hinblick auf das Weiterbildungsverhalten und die Relationierung von Privat- und Berufsleben idealtypisch unterschieden werden. Die rekonstruierten Muster biographischen Lernens zeigen, wie es den Interviewten gelingt, die biographische Offenheit durch einen ‚Dreiklang‘ aus individuellen Präferenzen, sozialen Referenzen und der Interdependenz dieser beiden Aspekte zu kanalisieren. Es wird deutlich, dass trotz – oder wegen – einer kaum überschaubaren Optionenvielfalt nur einige wenige berufsbiographische Orientierungsmuster vorliegen.

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54 3 Lernen und Biographie scheidungen waren und wie sich aus Lernprozessen zentrale Handlungsmuster entwickelten“ (Ecarius 2006, S. 98). Der Zusammenhang von objektiver und subjektiver Seite, der sich bisher durch das gesamte Kapitel gezogen hat, muss schließlich auch im Rahmen der Untersuchung von Biographien noch einmal aufgegriffen werden. Wie bereits gezeigt wurde, dokumentieren sich in Biographien sowohl objektive Bedingungen, bspw. gesellschaftliche, kulturelle und familiale, als auch deren subjektive Deutung.

2 Das Konzept im wissenschaftlichen Diskurs 35 schätzung und der tatsächlichen Lernaktivität (Tippelt 2007, S. 446). Auch dieser Befund kann als Beleg für die Internalisierung des Postulats des lebenslangen Lernens ausgelegt werden. a. den Zusammenhang von unterschiedlichen Lernformen (formal bis informell) und der Lernintensität untersucht und kommen zu dem Ergebnis, dass informelles Lernen (hier arbeitsbegleitendes Lernen und Lernen im privaten Umfeld) mit Erfahrungen hoher Lernintensität einhergeht, während bei formalisierter Weiterbildung nur knapp die Hälfte (48%) der Befragten die Lernintensität positiv bewertet (Baethge/Baethge-Kinsky 2004, S.

6% der Untersuchten besitzen weder eine positive Haltung noch die Bereitschaft zur Teilnahme. Alle dargestellten Studien verweisen im Zusammenhang mit lebenslangem Lernen auf die Biographie und den Lebenslauf. a. die Subjektperspektive im Vordergrund steht und die Biographie als Konstruktionsleistung verstanden wird, wird in den quantitativen Studien die objektive Seite der Statuspassagen und der Lebenslauf als Abfolge von Phasen und Übergängen fokussiert (Kade/Hof 2008, S. 162). 3 Zusammenfassung Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass der Begriff lebenslangen Lernens von Diffusität gekennzeichnet ist.

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