Bildung und Gewalt by Johannes Bilstein, Jutta Ecarius, Norbert Ricken, Ursula

By Johannes Bilstein, Jutta Ecarius, Norbert Ricken, Ursula Stenger

Im Zentrum des Bandes steht der Diskurs über Gewalt und Gewaltverhältnisse in der Erziehungswissenschaft und die Feststellung, dass es sich hier um ein konstantes pädagogisches challenge handelt. Die erziehungswissenschaftlichen Diskussionen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder mit den unterschiedlichen Phänomenen und Strukturen von Gewalt auseinandergesetzt und dabei einerseits Differenzierungen zwischen körperlichen und nicht-körperlichen Gewaltformen herausgearbeitet, andererseits unterschiedlichste – teils auch konzeptionell widersprüchliche – Theorien und Modelle der Gewaltprävention entwickelt. Der Verlauf dieser erziehungswissenschaftlichen Gewalt-Diskurse zeigt dabei, dass es sich um ein grundsätzliches challenge handelt, das gerade auf der Diskussionsebene der Allgemeinen Erziehungswissenschaft von hoher und struktureller Relevanz ist.

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Und so fand ich mich gleichsam gezwungen, selbst die Führung zu übernehmen“ (Descartes 1656/1975, S. 14f). Die Idee der kartesischen Selbstverfügung und -führung wurde das neue Mittel der Philosophie gegen Vormundschaft– auch der göttlichen – und zur Übungsformel in die befreite und damit freie Vernunft zu blicken. (2) Die zweite Phase der neuzeitlichen Verwaltung des Selbst ist vorrangig geprägt durch die Verbürgerlichung des Selbst im Zuge der Vernunftherrschaft. In der Hochphase dieser Entwicklung hat in besonderer Weise Immanuel Kant dies in seiner Kritik der praktischen Vernunft formuliert und damit in eine philosophische Größenordnung gerückt, wenn er im Beschluss seiner Kritik festlegt: „Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir“ (Kant 1786/1974, S.

Die Details dieser Lebensgeschichte, über die bislang noch wenig bekannt ist, können hier vernachlässigt werden, wiewohl es sicherlich aufschlussreich wäre, zum Beispiel der darin sichtbaren Verbindung von Theologie und Pädagogik genauer nachzugehen (gerne ließ Becker sich, wie seinerzeit auch Pestalozzi, als „Jesus“ ansprechen), wie auch sein bekannt exzessiver Nikotin- und Alkoholgenuss nicht unwichtig sein dürfte. Aber hier kommt es vor allem auf den strukturellen Sachverhalt an. Denn „vertikale Spaltung“, das dürfte deutlich geworden sein, ist kein reifer Mechanismus, sondern ein Notbehelf der Psyche und kann daher, wie alle Notlösungen, plötzlich in sich zusammenfallen.

Jugendliches Risikoverhalten. In: Melzer, W. u. a. ), Handbuch Gewalt, Aggression und Kriminalität (S. 215–219). Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt Möller, K. (2012). Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit bei in Deutschland lebenden Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund. In: Ecarius, J. u. a. ), Jugend und Differenz (S. 245–266). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften Popp, U. (2015). Erziehungswissenschaft. , Daschner, P. ), Handbuch Aggression, Gewalt und Kriminalität bei Kindern und Jugendlichen (S.

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