Allgemeine Erkenntnistheorie Vorlesung 1902/03 by Edmund Husserl (auth.), Elisabeth Schuhmann (eds.)

By Edmund Husserl (auth.), Elisabeth Schuhmann (eds.)

Im vorliegenden Band wird der textual content von Husserls Göttinger Vorlesung `Allgemeine Erkenntnistheorie' vom iciness 1902/03 veröffentlicht, in der er erstmals eine phänomenologische Erkenntnistheorie zu entwerfen suchte. Obwohl bei der Darstellung des Psychologismus auf die Prolegomena zurückgreifend, ging er über die Logischen Untersuchungen hinaus in der Herausarbeitung der Zweifellosigkeit der cogitatio, der examine der perzeptiven und symbolischen Vorstellungen und der Darstellung der Wahrscheinlichkeit als des Prinzips der Erfahrungserkenntnis. Noch im Februar 1905 beabsichtigte Husserl, diese Vorlesung zu veröffentlichen. Erst durch die `Einführung in die Logik und Erkenntniskritik' vom wintry weather 1906/07 (veröffentlicht in Husserliana XXIV), in die er teilweise auf die Vorlesung von 1902/03 zurückgriff, wurde dieser Plan überholt. Als Ergänzung wurde in den vorliegenden Band das (einzig erhaltene) Anfangsstück aus Husserls Hallenser Vorlesung `Erkenntnistheorie und Hauptstücke der Metaphysik' (Winter 1898/99) aufgenommen.

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Von unseren Akten und ihrer Normierung ist dabei unmittelbar keine Rede. Schließlich ist es selbstverständlich, dass jeder theoretische Satz überhaupt gelegentlich in einen normativen umgewendet und dann zur Regelung unseres Denkens verwendet werden kann. Haben wir theoretisch gefunden, es sei S P, so können wir immer sagen: Wer urteilt" S ist P", urteilt richtig, oder: Man soll über diese Sachlage so urteilen. Diese einfache Bemerkung zeigt Ihnen zugleich, wie wenig hinter dem psychologistischen Argument steckt, das da sagt: Selbstverständlich beruht jede Norm richtigen Denkens auf der Psychologie des Denkens, denn Denken ist ein psychischer Akt.

Aber näher besehen sind alle im prägnanten Sinn so genannten logischen Gesetze gar nicht Gesetze der Denkerlebnisse, sie sprechen direkt überhaupt nichts über Erlebnisse aus. Wer freilich aus dem Worte argumentiert, wer da schließt: "Logische Gesetze sind Denkgesetze. Denken ist ein Klassenname für psychische Erlebnisse. Also sind logische Gesetze Gesetze für psychische Erlebnisse, also psychologische Gesetze"; wer, sage ich, so schließt, mag sich auf den formell korrekten Syllogismus was zugute tun, aber er hat sich dann eben an das Wort "Denkgesetz" gehalten und ihm im Voraus gerade das untergelegt, was er beweisen wollte.

3 (1902),S. " 24 ALLGEMEINE ERKENNTNISTHEORIE Ersteren eine ihm ursprünglich innewohnende Tendenz der Richtigkeit hat und von den anderen hiervon abgelenkt wird, dann müsste sich doch das unrichtige Denken als Resultante dieser verschiedenen Komponenten nachweisen, es müsste im unrichtigen Denken die Tendenz zur Richtigkeit als eine Kraftkomponente wirksam sein, nur vermischt mit anderen Tendenzen. Das müsste für jedes noch so verkehrte, ja ganz absurde Denken gelten. B. wenn jemand sich zu einer absurden mathematischen Behauptung versteigt, darin eine Komponente der Richtigkeit und eine der Unrichtigkeit enthalten sein soll?

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